Handballregion Bottwar JSG

Blamable Niederlage

 08.10.2017: Nach der verlorenen Auswärtspartie in Neckarsulm war man vor heimischem Publikum in der Bottwartalhalle in Kleinbottwar auf Wiedergutmachung aus und wollte insbesondere ein besseres Abwehrverhalten an den Tag legen. Unter der Regie von Christopher Pantle sollten zwei Punkte auf der Habenseite verbucht werden. In der Qualifikation lieferte man sich einen engen und harten Kampf mit der HSG Albstadt und unterlag auswärts nur knapp.

Krankheitsbedingt fehlte Alexander Schäfer, Max Wien fehlte aus persönlichen Gründen. Erfreulicherweise sprang Timm Buck aus der B1 in die Bresche.

 Ergebnis

 HABO Bottwar – HSG Albstadt                       28:37 (13:18)

 Beginn total verschlafen

 Den Albstädtern, die aufgrund der sehr langen Anfahrtszeit früh aufstehen mussten, begegneten die HABOler selbst komplett verschlafen. In den ersten zehn Angriffen wurde man von den Gästen überrollt und hatte diesen zudem mit fünf technischen Fehlern in die Karten gespielt. Somit stand es in der 8. Minute bereits 3:8. Auch wenn sich die Leistung dann besserte, lief man diesem Rückstand über die gesamte erste Halbzeit hinterher. Mit 13:18 ging man in die Kabine.

 Zu früh resigniert

 Die zweite Halbzeit gestaltete sich zwar positiver, man kämpfte sich bis auf zwei Tore heran, allerdings verhinderten dann wieder weitere technische Fehler einen möglichen Gleichstand. Stattdessen kam die HSG Albstadt zu leichten Gegenstößen und zog immer weiter davon. In der 43. Minute hatten die zahlreichen Fans den Eindruck, als hätten die HABOler das Spiel bereits abgehakt. Die Gastgeber vergaßen jetzt überwiegend, dass Abwehrarbeit nur im Verbund funktioniert und vorne dominierten oft erfolglose Einzelaktionen. Die Niederlage war somit unausweichlich und ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Albstädter waren an diesem Tag in allen Belangen überlegen.

 HABO-Trainer Christopher Pantle zeigte sich nach der Partie sichtlich frustriert. Keine seiner taktischen Maßnahmen hat gegriffen. Offensichtlich waren seine Spieler an diesem Tag mit den Gedanken nicht bei diesem Handballspiel. Dies könnte erklären, warum zum Beispiel jeder 4. Angriff in einem technischen Fehler endete, die Abschlussquote vor dem Tor unterdurchschnittlich war, Großchancen vergeben wurden usw.

HABO-Trainer Jonathan Siegler erwartet von jedem Spieler nun ein kritisches persönliches Hinterfragen: „Habe ich alles gegeben?“ „Insbesondere Abwehrarbeit ist zu 90 % Einstellungssache“, ist seine Haltung.

 Am kommenden Sonntag ist Derbytime in Backnang. Hier muss erwartet werden, dass die Schwarzen mit größter Motivation und optimaler Einstellung auftreten. Alexander Schäfer wird bis dahin hoffentlich wieder genesen sein. Auf den verletzten Tom Hochmuth (Handbruch) muss allerdings verzichtet werden. An dieser Stelle gute Besserung!

 Es spielten: Im Tor: Christian Kümmerlen. Im Feld: Nils Auracher (2), Justus Weller (1), Kai Schwab (2), Levin Rill (1), Lukas Schrembs, Kenan Günsoy (1), Timm Buck (3), Tom Hochmuth (4), Colin Höcht (6), Nico Baur, Maximilian Schädlich (3), Florian Rempfer (4/3), Finn-Luca Stewen (1). Auf der Bank: Christopher Pantle, Alexander Schäfer (krank)


 rempfer  10. Oktober 2017   HABO, mA, Spielberichte